| Der Apple II Mit dem Apple II wurde einen grossen Fortschritt getan. Der Rechner konnte Farbgrafiken darstellen, bis zu 64 KB Speicher verwalten, Töne erzeugen und hatte Video RAM. Ebenso wurde der Apple II mit 8 Erweiterungsplätze ausgerüstet mit denen man den Rechner aufrüsten konnte. Das der Benutzer die Erweiterungen selbst installieren konnte, wurde das Gehäuse zum einfachen öffnen gebaut. Der Deckel hat keine Schrauben und kann so sehr bequem entfernt werden, was für Steve Jobs sehr wichtig war. Auch auf das Design und das ergonomische Arbeiten wurde geachtet. So wollte man dem Apple II keinen lauten Lüfter einbauen, sondern machte nur Schlitze zur Luftzirkulation und baute statt eines normalen Netzteils ein Schaltnetzteil ein, was weniger Wärme verursacht. Mit der Erscheinung des Apple II wurde auch das Logo geändert. Rob Janov entwarf das farbige Apple Logo. Es sollte sich von den anderen Computerherstellern unterscheiden. Mit einem Preis von 1300 Dollar war der Apple II zwar erheblich teurer als die Konkurrenten (zum Beispiel Commodore PET), hatte aber den grossen Vorteil, das man ihn erweitern konnte. Das Handbuch bestand in den ersten Auflagen lediglich aus etwa 30 kopierten Blättern mit teilweise handschriftlichen Notizen von Wozniak, später dann wurde ein richtiges Handbuch erstellt. Mit dem Apple II wuchs die Firma Apple stark, bald hatte man tausende Angestellte. Etwa ein halbes Jahr später kam das Diskettenlaufwerk Apple Disk II auf den Markt, das die Datenspeicherung erheblich erleichterte. Apple II im mac-museum Apple II+ Im Jahr 1979 kam der Apple II plus auf den Markt, der ein besseres Basic hatte, mehr Farben darstellen konnte und eine bessere Reset-Funktion besass. In Europa wurde der Apple II plus als Apple II europlus verkauft, der auf die PAL-Videoausgabe umgerüstet wurde. Apple III Zwischen 1979 und 1983 wurde der Apple II plus nicht verbessert. Softwareentwickler konnten dank der offenen Systemarchitektur einfach Soft- und Hardware entwickelen. Als Nachfolger hatte schon damals die Lisa geplant, da die Entwicklung aber noch zu lange dauerte, entwickelte man den Apple III. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde der Apple III nicht im Alleingang von Steven Wozniak entwickelt, sondern im Team. Man versprach sich vom Apple III viel, er sollte ein Rechner für Firmen werden, während er den Apple II nicht konkurrenzieren sollte. Der Apple III war aber doppelt so teuer und war nicht voll kompatibel zu seinem Vorgänger. Der Apple III bietete aber auch einige Vorteile wie der Anschluss von bis zu vier Floppys, Echtzeituhr mit Batteriepufferung oder die Festplattenanschlussmöglichkeit. Dennoch war die Produktlinie um den Apple III ein finanzielles Desaster. Es wurden nur rund 100 000 Stück gebaut, von denen viele erst Jahre später weit unter dem Neupreis verkauft wurden. 1981 mussten zum ersten Mal 40 Angestellte entlassen werden. Im gleichen Jahr verunglückte Wozniak mit seinem Flugzeug, worauf er mehrere Jahre nicht in der Lage war, bei Apple mitzuarbeiten. |
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Bilder: © Apple Computer (Apple II+/III) / Andrin Siegenthaler (Apple II) |
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